Vorstellung: Alexandru Ioan Cuza Gesellschaft

Alexandru Ioan Cuza Gesellschaft für Literatur Musik und Kunst stellt sich heute vor:

Die Al.I. Cuza Gesellschaft e.V. wurde im Jahr 1991 in Heidelberg gegründet, mit dem Hauptziel,  deutsch-rumänische kulturelle Beziehungen zu fördern. Der Fürst Alexandru Ioan Cuza, dessen Name der Verein trägt, hat die rumänischen Fürstentümer Walachei und Moldawien im Jahr 1859 vereinigt und damit Rumänien als Staat gegründet. Er ist in Heidelberg im Exil gestorben, im Europäischen Hof. Sein Name gilt für die Cuza-Gesellschaft als Symbol der Vereinigung. Der Verein ist Mitglied im Eine-Welt-Zentrum Heidelberg, im Förderverein Städtepartnerschaften Mannheim e. V. und im Netzwerk des Interkulturellen Zentrums – der „Allianz der Vielfalt“.

Logo Al- Ioan Cuza

Das Logo der Alexandru Ioan Cuza Gesellschaft

Für was steht die Al. I. Cuza Gesellschaft?  

Josif Herlo (Vorstand): Wir gehen von der Überzeugung aus, dass Kultur stabile Brücken zwischen den Menschen und Völkern baut und verstehen unsere Tätigkeit als ein Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in Europa. Durch unsere Tätigkeit wollen wir sowohl der rumänischen als auch der deutschen Kultur dienen, denn eine Kultur wird reicher durch Austausch mit anderen Kulturen.

Was sind die Hauptaktivitäten Ihres Vereins?

Herlo: Im Laufe der Jahre haben wir zahlreiche Veranstaltungen organisiert, hauptsächlich mit Musikern (Bianca Luigia und Remus Manoleanu, Octav Popa und Sanda Craciun, die Gruppe Trio Contraste, das große Philharmonie-Orchester Banatul), Dichtern und Schriftstellern (Ana Blandiana, Stefan Augustin Doinas, Gabriel Liiceanu, Romulus Rusan, Horia Radu Patapievici u. a. ), Künstlern, Sängern und Folklore-Ensembles aus Rumänien, mit dem Zweck, die rumänischen Kulturgüter in Deutschland bekannter zu machen. Mit der Stadt Heidelberg besteht schon seit Jahren eine gute Zusammenarbeit. In der letzten Zeit haben wir jedes Jahr eine Ausstellung im Foyer des Rathauses gehabt: Diese Ausstellungen zeigten Kunstobjekte  aus Rumänien oder präsentierten Rumänien als Land, z. B. die Ausstellung Rumänien, Geschichte und Gegenwart. Kunstausstellungen organisieren wir auch in Mannheim, im Stadthaus, N 1, in Zusammenarbeit mit der Abendakademie. Zu einer Tradition ist auch die  Einladung eines Studentenchors aus Timisoara geworden, in der Advent- und Weihnachtszeit, der byzantinische Musik und rumänische Weihnachtslieder singt, in Kirchen (Heiliggeist, Providenz, Bonifatius), Krankenhäusern und Seniorenheimen. Wir organisieren auch Theatertourneen, Veranstaltungen mit Musik, Humor und Tanz, wo man sich bei Unterhaltung kennenlernen und einfach beisammen sein kann. Außerdem bieten wir Rumänisch-Unterricht an, für alle, die nach Rumänien reisen und besser Land und Leute kennenlernen möchten. Seit 2005 organisieren wir jährlich ein „Enescu-Festival“ in Deutschland, mit Konzerten auch in Strasbourg und Bruxelles und seit 2009, das Karpaten-Donau-Festival.

Lesung von Mircea Cartarescu

Rumänischer Schriftsteller Mircea Cartarescu bei Lesung im Interkulturellen Zentrum (November 2014).

Die Lesung von Mircea Cartarescu in Kooperation mit dem Interkulturellen Zentrum im Rahmen des VIELFALT-Projektes im Jahr 2014 hat über 130 Besucher*innen aus ganz Baden-Württemberg nach Heidelberg gebracht. Welche Veranstaltungen und Kooperationen planen Sie für das Jahr 2016?

Herlo: Am Samstag, 7. Mai, 15 Uhr, organisieren wir in der VHS eine Lesung mit der bekannten rumänischen Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Ana Blandiana. Maria Herlo und Katharina Kilzer haben ihr Buch “Die vier Jahreszeiten” übersetzt, das sie nun vorstellen wird. Wir hoffen, Leute aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis nach Heidelberg zu holen, auch bei anderen Lesungen war der Saal stets voll. Ana Blandiana und ihr Mann Romulus Rusan haben auch eine Gedenkstätte für die Gräueltaten des Kommunismus, das “Memorial Sighet” ins Leben gerufen, einzigartig in Europa in dieser Form mit Sommerschule, einer Bibliothek und mündliche Überlieferungen von Zeitzeugen. Darüber wird bei der Veranstaltung Romulus Rusan sprechen. Im Juli findet wieder das “Karpaten-Donau-Festival” statt. Im Oktober organisieren wir wieder das Festival für klassische Musik “Hommage an George Enescu”.

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