#UnserEuropa

Impulse und Diskussionen 

Das Interkulturelle Zentrum bietet mit der neuen Veranstaltungsreihe #UnserEuropa Impulse und Diskussionen zum Thema Europa und Europäische Union an. 2017 ist ein entscheidendes Jahr für die europäische Integration, nach dem Brexit stellt sich die Frage nach dem Zusammenhalt der Union. Bürgerinnen und Bürger erhalten im Rahmen von #UnserEuropa die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Menschen machen sich stark für Europa – dafür statt dagegen

Das Jahr 2017 ist ein entscheidendes für Europa und die Europäische Union. Europa ist wieder Thema geworden – im Guten wie im Schlechten wird darüber geredet, wie man in Europa zusammenleben kann und regiert werden will. Kritiker werden nicht müde, die EU als undemokratisches Bürokratie-monster zu beschreiben, während Befürworter nicht müde werden vom großen Friedensprojekt zu sprechen. Bürgerinnen und Bürger machen ihre Positionen zunehmend auf der Straße sichtbar, „Pulse of Europe“ ist eine der erfolgreichsten Bewegungen: Jeden Sonntagnachmittag treffen sich Menschen auf zentralen Plätzen in europäischen Städten und tun ihre pro-europäische Haltung kund.

Trump, Wilders, Le Pen & Co – wie geht es weiter?
Politiker und Politikerinnen wie Geert Wilders und Marine Le Pen fühlten sich durch Trumps Wahlsieg zunächst in ihrem anti-europäischen Kurs bestätigt. Der Ausgang der Wahlen in Österreich und den Niederlanden zeigen jedoch, dass Europa und die USA nicht einfach gleichzusetzen sind. Was jedoch dazu geführt hat, dass der über Jahrzehnte gewonnene Zusammenhalt in Europa überhaupt verteidigt werden muss, beleuchtet das Interkulturelle Zentrum in den Diskussionen. Unter dem Hashtag #UnserEuropa werden pointierte Diskussionsbeiträge und Impulse der Gastredner live getwittert. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Meinung zu Europa in die Öffentlichkeit zu tragen – auch digital. Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist aufgrund von Planungsgründen unter iz@heidelberg.de erwünscht.

Termine der Veranstaltungsreihe

  • Bitte beachten:
    Die Veranstaltung am 19. Mai muss leider aufgrund der Verpflichtung des Referenten über die von Theresa May angesetzten Neuwahlen zu berichten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. 
    Freitag, 19. Mai, um 20 Uhr im Kleinen Saal des Interkulturellen Zentrums: John Sweeney interviewte zentrale Politikerinnen und Politiker der gegenwärtigen Politik. Er gilt als herausragender Interviewer, beispielsweise in seinem Gespräch mit Geert Wilders, dem er gekonnt auf den Zahn fühlte. Sweeney gibt Einblicke in seine Erfahrungen im Umgang mit den neuen anti-europäischen Führungsfiguren und stellt eine mögliche neue Weltordnung zur Diskussion. Geht es derzeit wirklich, wie der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, um eine Zeitenwende?
  • Montag, 19. Juni 2017, um 20 Uhr im Kleinen Saal des Interkulturellen Zentrums: Mit dem Abend „Unter Sachsen“ mit Matthias Meisner (Der Tagesspiegel) und Ali Schwarzer (Blogger aus schwarzer deutscher Perspektive) zu den ersten medial intensiv begleiteten anti-europäischen Bürgerbewegungen nach Sachsen: Wie haben sich die Menschen Gehör verschafft und wo genau fühlten sie sich abgehängt von der Politik? „Sind die sogenannten sächsischen Verhältnisse mit der Pegida-Bewegung und den vielen rechten Gewalttaten ein auf den Freistaat begrenztes Phänomen? Oder muss die zunehmende Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte als Vorbote künftiger politischer Veränderungen in ganz Deutschland verstanden werden?“ ( Links Verlag) Der Abend stellt Deutschland zwischen Wut und Willkommenskultur in den Mittelpunkt.
  • Mittwoch, 19. Juli 2017, um 20 Uhr im Kleinen Saal des Interkulturellen Zentrums: Zuletzt geht es mit Andre Wilkens, Mitbegründer der Initiative „Die Offene Gesellschaft“ und des „European Council on Foreign Relations“, um die EU an sich. Sitzt in Brüssel tatsächlich ein Bürokratiemonster oder hat genau diese Bürokratie Vorteile, einen gewissen diskreten Charme der Bürokratie? Andre Wilkes ist überzeugt, dass die Bürokratie zu Unrecht in der Kritik steht und uns die politische Elite Europas die Vorteile des Politikbetriebs in Brüssel nur nicht zu vermitteln wissen.

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