02.10.2015 | Präsentation der “Welcome Wall”

Präsentation der „Welcome Wall“ am 2. Oktober im Landfriedkomplex

Kunstprojekt von Heidelberginnen und Heidelbergern gemeinsam mit Flüchtlingen 

Eine internationale Kunstaktion des Interkulturellen Zentrums (IZ) der Stadt Heidelberg und des „WERKstattSchule e. V.“ bringt Flüchtlinge mit Heidelbergerinnen und Heidelbergern zusammen. Über den Sommer hinweg haben Flüchtlinge in der Notunterkunft des Landes auf Patrick Henry Village mit Schülerinnen und Schülern der „WERKstattSchule“ unter Anleitung eines Wandkünstlers eine „Welcome Wall“ gestaltet. Die Installation ist eine Art Gedenkmauer, die in Heidelberg zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit aufgestellt wird. Sie ist mit den Namen der Flüchtlinge beschriftet, die im Patrick Henry Village untergebracht sind. Auf fünf Metern erzählen die „Welcome Walls“ Geschichten des Ankommens.

Die Beteiligten präsentieren das fertige Kunstprojekt gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Erichson am Freitag, 2. Oktober 2015, um 14.30 Uhr im Interkulturellen Zentrum im Landfriedkomplex, Bergheimer Straße 147, 69115 Heidelberg. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich das Kunstwerk und die offizielle Übergabe zu dieser Zeit vor Ort anzusehen.

Am 2. Oktober ist der bundesweite „Tag des Flüchtlings“; am 3. Oktober ist der 25. Jahrestag der deutschen Einheit. „Eine Mauer, wie sie einst auch für die Teilung Deutschlands stand, wird so von einem Symbol der Trennung zu einem Zeichen der Willkommenskultur“, sagt Jagoda Marinic, die Leiterin des Interkulturellen Zentrums. Die „Welcome Wall“ ist nur der Anfang eines Kunstprojekts zur Umsetzung der Willkommenskultur, wie sie mit dem künftigen „International Welcome Center Heidelberg“ fortgesetzt werden soll.

Die Heidelberger Aktion ist Teil eines weltweiten Projektes. „Welcome Walls“ im Sinne eines Denkmals finden sich beispielsweise im „Australian National Maritime Museum“ im Hafen von Sydney – die dortige erinnert an die Einwanderungsgeschichte Australiens. In den vergangenen Wochen sind daher in vielen Städten „Welcome Walls“ entstanden. Jagoda Marinic wird eine dieser Kunstmauern in den USA selbst präsentieren: Auf Einladung der deutschen Botschaft in Washington wird sie zu Gast am „Davidson College“ in Charlotte, North Carolina, sein. Dort haben die Studentinnen und Studenten des Colleges ebenfalls eine „Welcome Wall“ gestaltet. „Auf diese Weise ist die ,Welcome Wall‘ sowohl ein Symbol für globale Solidarität mit Geflüchteten als auch für die deutsch-amerikanische Freundschaft“, so Marinic.

Weitere Informationen gibt es im Sekretariat des Interkulturellen Zentrums unter Telefon 06221 58-15600 oder per E-Mail an iz@heidelberg.de

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