Lebende Bibliothek in Heidelberg

Wissen über Migration und Internationalität bündeln und sichtbar machen

“Lebende Bibliothek” ist eine Experten-Datenbank, die das Interkulturelle Zentrum aufbaut. Die Geschichte jedes Menschen steht dabei im Vordergrund, sowie die Expertise, die einen jeden Menschen von anderen unterscheidet – sei es durch Ausbildung oder Praxiserfahrung, Herkunft, Glaube oder Leidenschaft. „Das neue Projekt des Interkulturellen Zentrum ist ein Weg, Wissen zu heben und sichtbar zu machen. Es ist eine Datenbank und ein Veranstaltungsformat. Sowohl alteingesessene als auch neu zugezogene Menschen bereichern diese Stadt durch ihr Wissen, ihre Erfahrung und vor allem durch die Geschichte, die jede und jeder mitbringt,“ so Jagoda Marinic, Leiterin des Interkulturellen Zentrums. Bürgermeister Wolfgang Erichson zeigt sich angetan von dem Projekt, weil es zeigt, „dass wir in Heidelberg auf die Stärken der Einwanderer*innen eingehen. Unser Ziel ist eine Integrationspolitik auf Augenhöhe; mit diesem Projekt betonen wir nicht nur das, was die Menschen hier lernen müssen, um gut anzukommen, sondern zeigen auch das auf, was Neuzuwanderer*innen mitbringen: Wissen über andere Teile der Welt oder Expertise in ihren Berufsfeldern. Neu-Bürger*innen zu Expert*innen zu machen ist für mich eine beispielhafte Umsetzung der Willkommenskultur.“

Heidelberger Persönlichkeiten als Lebende Bücher und Projektpaten

Die Experten-Datenbank ist eine Online-Plattform, die in Kürze jede/r nutzen kann, die/der auf der Suche nach Referenten oder Künstlern ist. Die ersten lebenden Bücher sind bereits in der Bibliothek: Dr. Marlene Schwöbel-Hug, Dekanin der Evangelischen Kirche in Heidelberg, Professor Michael Braum, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung, Integrationsbürgermeister Wolfgang Erichson sowie Vorsitzender des Ausländer- und Migrationsrats Michael Allimadi sind Paten der Lebenden Büchern. Einige von ihnenstehen am 24. Juli 2014 am Bismarckplatz zur Ausleihe bereit und freuen sich auf neugierige Bürgerinnen und Bürger.

Europarat unterstützt die Lebende Bibliothek

Seinen Ursprung hat die Idee der Lebenden Bibliothek im dänischen Projekt Jugendprojekt Stop the Violence / Stoppt die Gewalt. Diese Initiative wurde in Heidelberg, der Stadt des Wissens, um den Bereich der Wissensvermittlung weiterentwickelt.

Experten auf allen Gebieten gesucht

Wer die Expertin / den Experten in sich entdeckt hat, ist am 24. Juli Bismarckplatz genau richtig und bekommt dort die Möglichkeit, sich selbst in die Datenbank einzutragen. Das geht auch online. Auf der Lebende Bücher Webseite finden Sie ein Formular, in dem Sie sich und Ihr Fachgebiet eintragen können. Das Team des Interkulturellen Zentrums informiert Sie gerne näher über die “Lebende Bücher” unter der Telefonnummer 06221 – 5815 602.

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