Frauenrechte schützen – Heldinnen unterstützen

Benefiz-Talk mit Jagoda Marinić, Leiterin des Interkulturellen Zentrums, und Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale

Millionen mutige Frauen weltweit setzen sich aktuell für die Eindämmung von Corona ein. Ihr Einsatz ist von existentieller Bedeutung, um unsere Gesellschaften durch diese Krise zu bringen – durch ihre Tätigkeit in lebenserhaltenden Berufen, ihre vitale Rolle für ihre Familien und ihre Arbeit in zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen. Eine dieser Organisationen ist medica mondiale. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Partnerinnen weltweit unterstützt medica mondiale seit mehr als 25 Jahren Frauen und Mädchen, die von sexualisierter Kriegsgewalt betroffen sind – unter anderem in Afghanistan und in Liberia, im Irak und in Bosnien und Herzegowina.

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 ist diese Arbeit akut gefährdet. In dieser schwierigen Situation passen medica mondiale und ihre Partnerinnen Hilfsmaßnahmen an die mit Corona verbundenen Einschränkungen an und arbeiten nun vor allem über digitale Kanäle mit den Klientinnen. Gleichzeitig wird in einigen Projekten bereits die Arbeit umgestellt, um einen aktiven Beitrag zur Eindämmung von Corona zu leisten. Mitarbeiterinnen informieren über das Virus und darüber, wie man sich dagegen schützen kann. Sie verteilen Hygienematerial und vieles mehr.

Das Interkulturelle Zentrum möchte diese wichtige Arbeit unterstützen. Dazu wurde ein Benefiz-Event am Freitag, den 17.04.2020 live gestreamt.
Das Video des Talks ist ab sofort auf unserem Youtubekanal verfügbar.


Jagoda Marinic ist Autorin und feste Kolumnistin bei der »Süddeutschen Zeitung« ; international publiziert sie in der »New York Times«. Bekannt wurde sie mit ihren Romanen, Erzählungen, Essays und Theaterstücken, für die sie schon früh mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet wurde. Studiert hat sie Politikwissenschaft, Germanistik und Anglistik und danach viel im Ausland gearbeitet, etwa in Kroatien, den USA, Kanada und Rumänien. Heute lebt sie in Heidelberg und leitet als Kulturmanagerin das Interkulturelle Zentrum.

Monika Hauser, Gynäkologin und Aktivistin, gründet 1993 mit einheimischen Expertinnen das erste Therapiezentrum für im Krieg vergewaltigte Frauen in Bosnien. Gleichzeitig entsteht in Köln die Frauenrechtsorganisation medica mondiale. Mittlerweile sind Monika Hauser und ihre Mitarbeiterinnen auch in Krisengebieten wie Afghanistan, Liberia oder dem Nordirak tätig. medica mondiale unterstützt Überlebende sexualisierter Gewalt und tritt ein für die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit. Für ihren herausragenden Einsatz erhält Monika Hauser zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2008 den „Right Livelihood Award“, bekannt auch als Alternativer Nobelpreis.

Kategorien: Allgemein

Kommentare sind deaktiviert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.