Erfolgreicher Vorlesetag im Interkulturellen Zentrum i.G.

Landfried liest International

„Landfried liest International“ war das Motto des 9. Bundesweiten Vorlesetages im Interkulturellen Zentrum in Gründung in Heidelberg. Am 16. November 2012 trafen sich Eltern und Kinder aus verschiedenen interkulturellen Vereinen im Heidelberger IZ i.G. auf über 800m², um sich auf kleinen Leseinseln auf Deutsch und der jeweiligen Muttersprache vorzulesen oder vorlesen zu lassen. Die Aufmerksamkeit der Kinder war zu Beginn noch auf über zweihundert Luftballons und Fruchtgetränke gerichtet, doch schon wenig später saßen alle auf ihrer Sprachinsel, den roten und blauen Decken, die auf dem Boden ausgebreitet waren, und hörten aufmerksam ihren VorleserInnen zu. Die Luftballons dabei ganz fest in den Händen.

Der „Bundesweite Vorlesetag“ dient dazu, das Interesse der Kinder am Vorlesen zu wecken und die Lesekompetenz auf spielerische Art und Weise zu fördern. Im Interkulturellen Zentrum i.G. wurde diese Idee aufgegriffen und um Mehrsprachigkeit erweitert. Bis zu 15 verschiedene Sprachen wurden im Veranstaltungsraum des Interkulturellen Zentrums i.G. , im Tanzsaal und im Spiegelsaal des Landfried-Gebäudes auf kleinen Leseinseln in gemütlicher Leseatmosphäre vorgelesen. Wer von Insel zu Insel ging, konnte Geschichten und Märchen in verschiedenen Sprachen lauschen: Urdu, Russisch, Chinesisch, Italienisch, Farsi und viele mehr. Doch die Freude an der Interkulturalität erschöpfte sich nicht beim Vorlesen, die Vorleserinnen und Vorleser brachten auch verschiedene Dekorationen mit, manche sogar Klänge traditioneller Musik, wie zum Beispiel bei der kurdischen Sprachinsel. Der griechische Elternverein brachte für ihre Kinder eine Schauspielerin mit, die ihnen mit ausdrucksstarker Stimme und Mimik die Kindergeschichten zum Leben erweckte. Gäste, die spontan vorbeikamen, setzen sich zur Sprachinseln ihrer Wahl.

Im Anschluss an das Vorlesen in kleinen Inseln, versammelten sich alle großen und kleinen Gäste im Tanzsaal, um Theresia Bauer beim zweisprachigen Vorlesen zuzuhören. Die Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst las auf Deutsch und Spanisch vor. Sie wolle  damit „ein Zeichen der Unterstützung an Kinder und Eltern geben, die mit mehrsprachiger Erziehung konfrontiert sind”, sagte sie dem Bermudafunk nach der Veranstaltung. Auch viele anwesende Eltern bezeichneten mehrsprachige Erziehung als Freude und Herausforderung zugleich.

Alles in Allem war der internationale Vorlesetag im Landfriedkomplex ein erfolgreicher Nachmittag der interkulturellen Begegnung, an dem die Freude am Lesen in mehreren Sprachen spürbar wurde.

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