Autorengespräche

Vortrag von Sigrid Löffler

Eröffnung HEIDELBERG LIEST NEUE WELTLITERATUR

Sigrid Löffler, ehemals Mitglied des „Literarischen Quartetts“ um Marcel Reich-Ranicki, eröffnete die Lesereihe mit ihrem Buch „Die neue Weltliteratur und ihre großen Erzähler“. Bei der Veranstaltung stellte Sigrid Löffler wichtige Repräsentanten der Weltliteratur vor – von Salman Rushdie und Michael Ondaatje über Aleksandar Hemon und Teju Cole bis hin zu Gary Shteyngart. Sie ordnet deren Werke in die großen politisch-kulturellen Konfliktfelder der Gegenwart ein.

 

 

 

 

Lesung von Meena Kandasamy

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Meena Kandasamy ist eine indische Schriftstellerin, Lyrikerin, Übersetzerin und Aktivistin. Als Tabubrecherin bekannt thematisiert sie in ihren Werken die Rechte der Frauen, das Kastensystem im heutigen Indien, Prostitution und Gewalt. In Ihrem ersten Roman „Reis & Asche“, den sie im Interkulturellen Zentrum vorgestellt hat, erzählt Meena Kandasamy von dem Massaker in Süd-Indien, bei dem 1968 zweiundvierzig landlose Dalit („Unberührbare“), Landarbeiter, in einer Hütte verbrannt wurden. Sie hatten das Undenkbare gewagt: die Stimmen zu erheben. Ihre Bitte um eine halbe Portion Reis mehr am Tag führte zu ihrer Ermordung.

 

 

Autorengespräch von Ishmael Beah und Ilija Trojanow

Autorengespräch am 27. Juni

Ishmael Beah, ehemaliger Kindersoldat und internationaler Unicef Botschafter aus Sierra Leone, las aus seinem neuen Buch „Radiance of Tomorrow“ (“Das Leuchten von Morgen”), moderiert und übersetzt wurde der Abend von dem renommierten Schriftsteller Ilija Trojanow. Die Autobiografie über sein Leben als Kindersoldat in Sierra Leone hat Ishamel Beah weltberühmt gemacht. In seinem aktuellen Roman beschreibt er nun, wie einige Jahre später Überlebende in ihr vom Krieg zerstörtes Heimatdorf Imperi zurückkehren und dort versuchen ein gemeinsames Leben aufzubauen, überlagert von den Schatten der Vergangenheit.

 

 

Autorengespräch von Saša Stanišić und Ijoma Mangold

Stanisic

Der Schriftsteller und Buchpreisträger Saša Stanišić las aus seinem Buch „Fallensteller“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ijoma Mangold, dem Feuilleton-Leiter der ZEIT, sowie Träger des Berliner Preises für Literaturkritik. Saša Stanišić präsentierte seinen neuen Erzählband „Fallensteller“. Darin geht es um Geschichten über die, die Fallen stellen, die, die sich locken lassen und solche, die sich befreien. Ein geheimnisvoller schwarzgekleideter Mann taucht in einem Dorf auf und behauptet, für jeden Zweck Fallen herstellen zu können. Mit dem Fallensteller kehrt Stanišić nach Fürstenfelde zurück, wo jederzeit alles möglich ist – auch Magie. Der letzte Roman „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić war ein SPIEGEL-Bestseller und ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem renommierten Alfred-Döblin-Preis sowie dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014.

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